Comenius

Europäische Schulpartnerschafts-Projekte

Gefördert wird

...die Zusammenarbeit von Schulen innerhalb der Europäischen Union

...sowie die Mobilität von Schülerinnen und Schülern, von Lehrerinnen und Lehrern –
das heißt, deren Bereitschaft, an der bisherigen Routine etwas zu ändern, Neues
anzupacken und sich dafür zu engagieren.

Seit 2001 arbeitet die Stadtteilschule Arheilgen in Comenius Projekten.

  • Dies bedeutet für unsere Schulgemeinde:

1. Durch europäische Schulpartnerschafts-Projekte bzw. Schulprojekte und Schüleraustausch werden Lernende und Lehrende sowie interkulturelle Begegnungen und Zusammenarbeit in Europa gefördert.

2. Unsere Arbeit auf europäischer Ebene trägt dazu bei, dass unsere Schüler anderen Menschen offen, tolerant und wertschätzend begegnen.

3. Wir ermutigen sie und möchten sie befähigen, sich Veränderungen immer wieder zu stellen und neue Situationen zu bewältigen.

4. Wir möchten sie befähigen, ein erfülltes Leben als Bürger Europas zu führen und ihr Leben aktiv mitzugestalten.

5. Wir holen Europa und die europäische Idee in unsere Klassenzimmer.

Die Europäische Idee beruht auf der Grundidee der Einheit in Vielfalt gemäß dem Motto der Europäischen Union: In Vielfalt geeint.

Einheit in Bezug auf Werte, Freiheit, Frieden und Solidarität, Rechtssicherheit und Grundrechte, Vielfalt in Bezug auf Sprachen, Kulturen und Religionen.

  • Wir haben Partnerschulen in Bulgarien, Italien, Rumänien, Schweden,
    Spanien, Tschechien und der Türkei

  • Unsere Schulpartnerschafts-Projekte (Leitaktion 2/KA2):

2001 - 2004 Common nature – common future
Beschäftigung mit der eigenen Region und Vergleich
mit den Regionen der europäischen Partner

(5 Partnerschulen arbeiteten zusammen)


2005 - 2008 Different schools – common problems
Beschäftigung mit Problemen aus unserem Schulalltag
und der Gestaltung von Unterrichtsstunden
(5 Partnerschulen arbeiteten zusammen)

2011 - 2013 CO2 Awareness Raising -
from footprint to tiptoe, from elephant to mouse
Beschäftigung mit dem Klimawandel
(9 Partnerschulen arbeiteten zusammen)

Abschlusstreffen mit Europafest war im Mai 2013 an der STS Arheilgen.
Es kamen 32 Schüler und 25 Lehrer von den Partnerschulen  

2014 - 2016 Values – Treasure and Challenge for Europe’s Youth
Beschäftigung mit der Vermittlung von Werten in Kindergärten und
Schulen
(5 Partnerschulen arbeiteten zusammen)

2017 – 2019 Teaching in Europe: Freshwater Crisis
Beschäftigung mit dem Thema Frischwasser und der Förderung von
Sprachkompetenz und kreativer Kompetenz
(6 Partnerschulen arbeiteten zusammen)

Unsere Partnerschulen im Projekt 2017-2019:
1. T.G. Masaryka, Blansko/Tschechien (Klasse 1-9)
2. Scoala Primara Hänsel und Gretel, Iasi/Rumänien
(Kindergarten und Grundschule)
3. DRITA School, Sofia/Bulgarien (Kindergarten bis Abitur)
4. Vali Sabahattin Cakmakoglu Ortaokulu. Mersin/Türkei (Klasse 5-8)
5. Rotebergs skola, Edsbyn/ Schweden (Klasse 1-6)

Die Stadtteilschule Arheilgen war für die Projekte seit 2011
die antragerstellende und projektkoordinierende Einrichtung.

  • Bericht zur Lernaktivität in Darmstadt Mai 2018


„Wir arbeiten in einem Projekt über Wasser!“

„Wir arbeiten in einem Projekt über Wasser.“ antwortete der Siebenjährige von der Scoala Primara ‚Hänsel und Gretel‘ in Iasi/Rumänien, als er nach seiner Rückkehr gefragt wurde, was er in Deutschland gemacht hätte.

Gemeinsam mit seinem Klassenkameraden, Schülern aus Blansko/Tschechien, Edsbyn/Schweden, Sofia/Bulgarien und von der STS Arheilgen, die 12 bis 16 Jahre alt waren und von denen die meisten das 6. oder 7. Schuljahr besuchten, bildeten sie im Rahmen einer Lernaktivität für eine Woche eine Projektklasse an der Stadtteilschule Arheilgen.

Projektsprache war Englisch. Selbst die beiden Buben aus Iasi, die bereits seit drei Jahren Deutsch, jedoch erst seit einem Jahr Englisch lernten, nutzten zum Kommunizieren ihre Englischkenntnisse und erst, wenn es selbst mit „Händen und Füßen“ nicht mehr klappte, wandten sie sich an ihre Lehrerin, die für sie übersetzte.
Es war für alle Beteiligten ein spannendes Erlebnis, eine Woche lang den ganzen Tag über viel Englisch zu hören, versuchen zu verstehen und zu sprechen.

Am Freitag war Projekttag in der Schule. Die F6a sang zur Begrüßung Songs aus dem Dschungelbuch, die die Zuhörer mitrissen. Spiele zum Kennenlernen mit Bezug zu Wasser waren vorbereitet worden. Zum Thema „Der Rhein – ein Symbol des geeinten Europas“ erhielt jede der drei Arbeitsgruppen altersgemäße Aufgaben. Im Atlas und in englischen Texten wurde nach Informationen gesucht und anschließend auf Karten vom Rhein übertragen wurden. Die beiden Jüngsten suchten mit Hilfe ihres Partners in einem Bild Dinge mit Bezug zu Wasser und benannten sie.

Während die Schüler in ihrem Klassensaal arbeiteten, trafen sich die begleitenden Lehrkräfte, zwei Kolleginnen aus Mersin/Türkei und am Projekt beteiligte Lehrkräfte von der STS Arheilgen in einem eigenen Arbeitsraum, um Projektfortschritte zu diskutieren und nächste Aktivitäten zu planen.

Für den Nachmittag hatten Studenten der TU Darmstadt (Regionalgruppe ‚Ingenieure ohne Grenzen‘), die sich ehrenamtlich für die Entwicklung und Errichtung von Trinkwassergewinnungs-Projekten (im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe) in Entwicklungsländern engagieren, eine Unterrichtseinheit zum Thema ‚Wasserknappheit‘ vorbereitet. Beim Thema „Virtuelles Wasser“ waren die Schüler überrascht, wie viel Wasser für die Herstellung einer Jeans, eines T-Shirts oder sogar eines Burgers benötigt wird. Für das anschließende Planspiel wurden sechs Gruppen gebildet, jede erhielt eine unterschiedliche Anzahl ‚Wassertropfen‘ als Währung. So sollten Lebensumstände in unterschiedlichen Regionen der Welt verdeutlicht werden. Mit den „Wassertropfen“ sollten sie für ihren täglichen Bedarf einkaufen, um so anschaulich zu erleben, wie weit ihre knappen Mittel reichen.

Der Tagesausflug nach Frankfurt am Samstag stand unter dem Motto „Eine Stadt, die oft im Zentrum deutscher und europäischer Geschichte stand“.
Für den Sonntag hatte jede Gastfamilie ihr persönliches Programm geplant.
Die Lehrer wanderten auf dem Blütenweg von Zwingenberg nach Auerbach.

Für Montag war ein Workshop im Bioversum gebucht worden. Ausführlich wurde bei hochsommerlichen Temperaturen im Ruthsenbach mit Keschern nach Wasserlebewesen gesucht, um sie zu bestimmen und anschließend wieder im Bach auszusetzen.

Am Dienstag besuchte die Projektklasse auf Einladung des Regierungspräsidiums Darmstadt das Rhein-Wasserwerk und die Deichmeisterei in Biebesheim. Auch hier wurde auf Englisch erklärt, wie Rheinwasser aufbereitet und dem Grundwasser wieder zugeführt wird - begleitet von einer Präsentation mit Skizzen und deutschen Begriffen. Säcke wurden mit Sand befüllt, zugenäht, und es wurde gezeigt, wie die Säcke zum Schutz gegen Hochwasser richtig aufeinanderzustapeln sind. An einem Deich bekamen die Besucher einen Eindruck davon, wie hoch dies Wasser des Rheins steigen könne und was zur Abwehr der Gefahren, die davon ausgehen, unternommen wird. Als der Ausflug dann sogar noch mit einem Aufenthalt an einem Strand des Rheinufers endete, waren alle total begeistert und überrascht, wie sauber das Wasser des Rheins ist, und plantschten mit Vergnügen darin herum.

  • Europäische Fortbildungsprojekte (Leitaktion 1/KA1):

Die STS Arheilgen war Partner zweier weiterer Schulen aus Mersin/Türkei in deren Projekten (School Education Staff Mobility):

2014 - 2016 Improving the use of IT tools in English, Science & Maths Courses
(Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik im Unterricht der
Fächer Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch)

2015 – 2017 Teaching through with 21st Century Methodologies
(Ausbildung mit den Methoden des 21. Jahrhunderts)

Drei Lehrer und zwei Lehrerinnen bzw. vier Lehrer und zwei Lehrerinnen aus Mersin kamen nach Darmstadt.
Die STS Arheilgen hatte für sie ein Programm organisiert, an dem auch Lehrkräfte der STS Arheilgen teilnahmen. Programmpunkte waren unter anderem die „Beschäftigung mit konkreten Beispielen für den Einsatz von interaktiven Tafeln im Unterricht an der STS Arheilgen“, Diskussionsrunden in der Schule zu „Einsatz digitaler Medien im Unterricht“, im Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Darmstadt zu „Wie mit einfachen Mitteln anschaulich Lernstoff der Informatik vermittelt werden kann“ und an der Hochschule Darmstadt zu „Erfahrungen mit Nutzung von interaktiven Tafeln in jedem Klassenraum und Tabletts für jeden Schüler“.

Zwei Lehrer und eine Lehrerin der STS Arheilgen nahmen im Rahmen dieser Projektarbeiten gemeinsam mit ihren Kollegen aus Mersin an einem einwöchigen Workshop an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Salamanca/Spanien teil, bei dem es u.a. um Untersuchungen zu Software und Lernmaterial ging, um den Einsatz von Videospielen (serious games) im Bildungsbereich und um Beispiele eines virtuellen Klassenzimmers im Sekundarstufenbereich.

Sibylle Schaldach
Projektkoordinatorin

  • Hier geht‘s zu Projektergebnissen:

X Values – Guide for Kindergarten and Schools
(Unterrichtsentwürfe)

(Unterrichtsentwürfe zur Förderung von Sprachkompetenz und kreativer Kompetenz)